Stromausfall auf der Krim: Ukrainische Nationalisten haben zwei Strommasten in die Luft gesprengt

Symbolfoto: © Uwe Schlick | pixelio.de

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Auf der von Russland 2014 illegal annektierten Halbinsel Krim kam es am Sonntag zu längeren Stromausfällen. Ukrainische Nationalisten erklärten, dass sie zwei Strommasten in der Region Cherson in die Luft gesprengt haben. Die russische Regierung hatte am Sonntagmorgen auf der Krim den Notstand ausgerufen, nachdem 1,9 Millionen Menschen keinen Strom und keine Heizung hatten. Die Halbinsel Krim ist was die Strom- und Wasserversorgung angeht von der Ukraine abhängig. Über 70 Prozent des Stroms auf der Krim werden aus der Ukraine bezogen. Im Verlauf des Sonntags konnte in den größeren Städten auf der Krim die Stromversorgung, mit Hilfe von Gasturbinen und Dieselgeneratoren, wiederhergestellt werden. Die Behörden der Krim forderten die Menschen auf der Halbinsel auf Batterien aufzuladen und sich Wasservorräte anzulegen, um für einen möglichen Totalausfall gewappnet zu sein. In der Nacht zu Freitag waren bereits zwei der insgesamt vier Hochspannungsleitungen zur Krim von Aktivisten beschädigt worden.

Seit über zwei Monaten werden außerdem Warentransporte von der Ukraine nicht zur Halbinsel Krim durchgelassen. Die ukrainischen Nationalisten forderten schon seit längerem von der Regierung die Stromversorgung zur Krim zu unterbrechen. Damit wollen die Nationalisten in der Ukraine Freilassungen gefangener Ukrainer und das Einreiseverbot kippen. Russland hatte zuletzt ein Importverbot von Lebensmitteln aus der Ukraine verhängt. Die ukrainische Regierung und der Westen betrachten die Annexion als illegal und betrachten die Halbinsel nach wie vor als Teil der Ukraine.