Terror in Paris: Spezialeinheiten stürmten Haus – zwei Terroristen starben

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

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In der Nacht zu Mittwoch wurde in der Pariser Vorstadt Saint-Denis ein Anti-Terror-Einsatz gestartet. Am Mittwochvormittag wurde ein Wohnhaus gestürmt, in dem sich mehrere Terroristen verschanzt hatten. Es gab eine Reihe von Explosionen. Zwei Menschen wurden dabei getötet. Der Anti-Terror-Einsatz in Paris dauerte mehr als sieben Stunden. Eine Terroristin sprengte sich in die Luft. Bei der Frau handelt es sich um die Cousine des Hauptverdächtigen. Dabei starb auch ein Polizeihund. Die Verdächtigen in Saint-Denis planten offenbar einen weiteren Anschlag in Paris. Der Anschlag sollte nach Angaben der Polizei in dem Geschäftsviertel La Defense stattfinden.

Die Staatsanwalt teilte mit, dass sie zunächst keine weiteren Angaben zu den Toten machen kann. Es sei nicht auszuschließen, dass der mutmaßliche Drahtzieher der Paris-Attentate, Abdelhamid Abaaoud, sich unter den Toten befindet. Ein Zeuge will Abaaoud erkannt haben. Der Zustand der Leichen macht eine Identifizierung nahezu unmöglich, sagte ein Sprecher der Polizei. Im Zuge des Anti-Terror-Einsatzes in Saint-Denis wurden insgesamt acht Menschen verhaftet – darunter sieben Männer und eine Frau. Der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge in Paris Abdelhamid Abaaoud ist nicht unter den Verhafteten. Die Polizei in Paris stellte klar, dass diese Gruppe von Terroristen jederzeit zu neuen Anschlägen bereit gewesen sei. Die Polizei gelangte durch die Überwachung von Bankkonten und abgehörten Telefongesprächen zu dem Versteck der Terroristen. Die Kämpfe in dem betroffenen Haus waren so stark, dass das Apartment teilweise einsturzgefährdet ist. Die französischen Einsatzkräfte setzten rund 5.000 Schuss Munition ein.