Westerland auf Sylt: Mann bei Messerangriff in Flüchtlingsheim getötet

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Auf der Nordseeinsel Sylt hat sich am frühen Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr in einer Flüchtlingsunterkunft eine Messerstecherei in der Flüchtlingsunterkunft im Westerländer Sjipwai ereignet. Ein Mann starb nach einem heftigen Streit mit vermutlich drei Beteiligten. Ein Mann gilt als dringend tatverdächtig. Er wurde festgenommen, bestätigte die Polizei. Zum Alter und zur Nationalität des Mörders machten die Polizisten zunächst keine Angaben. Das Todesopfer soll seit etwa einem Jahr in der Flüchtlingsunterkunft auf Sylt gelebt haben. Der mutmaßliche Täter konnte nach kurzer Flucht gefasst werden. Seit 16 Uhr wurde der Mann zu den Vorwürfen befragt. im Vorfeld wurde seine Identität geklärt, um den richtigen Dolmetscher dabei zu haben. Das Opfer lief Zeugenaussagen zufolge blutüberströmt und mit einem Messer im Hals aus dem Gebäude. Anschließend lief der Mann um das Haus und brach dort zusammen. Das Opfer starb trotz eingeleiteter Wiederbelebungsversuche noch am Flüchtlingsheim. Die Anwohner zeigten sich geschockt. Sie durften während der Spurensicherung ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar.

In der betroffenen Flüchtlingsunterkunft sind zur Zeit rund 30 Menschen untergebracht. Das Haus diente früher als Obdachlosenunterkunft. Heute leben dort neben Flüchtlingen auch einige Deutsche. Auf Sylt sind zur Zeit rund 160 Flüchtlinge untergebracht.