Abgasaffäre bei VW: Es gibt Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

Symbolfoto: © Rolf Krekeler | pixelio.de

Der Volkswagen-Konzern räumte am Dienstag ein, dass es bei Abgaswerten zu Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos kommen kann. Bei den weiteren Fahrzeugen kann es nach Angaben des Konzerns zu nicht erklärbaren Kohlendioxid-Ausstoßwerten (CO2) kommen. Bislang ging es in der Abgasaffäre nur um Stickoxid (NOX). Volkswagen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Sicherheit der Fahrzeuge nicht betroffen sei. Bei den weiteren 800.000 Fahrzeugen handelt es sich größtenteils um Diesel-Motoren. Die wirtschaftlichen Risiken für die weiteren betroffenen Fahrzeuge belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf mindestens zwei Milliarden Euro.

Volkswagen hatte im September gestanden, dass Abgas-Werte ausschließlich bei Dieselfahrzeugen mit einer speziellen Software manipuliert wurden. Diese Software war so eingestellt, dass sie den Ausstoß bei Testsituationen in einen sogenannten „Sparmodus“ schaltete. Weil weltweit Millionen von Fahrzeugen betroffen sind, hatte der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt und eine Gewinnwarnung an die Aktionäre herausgegeben.

Im Rahmen der angestellten Untersuchungen bei Volkswagen teilte der Konzern kürzlich mit, dass bei der CO2-Zertifizierung mehrerer Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2-Ausstoßwerte festgelegt wurden.

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hatte Volkswagen am Montag vorgeworfen, auch bei Drei-Liter-Motoren die Abgaswerte manipuliert zu haben. Dies hatte VW zurückgewiesen und erklärt, dass keine Abgaswerte in unzulässiger Weise verändert worden sind. Volkswagen kündigte an mit den zuständigen Zulassungsbehörden über die Konsequenzen dieser Feststellungen zu sprechen. Der Chef von VW Matthias Müller versprach erneut eine „schonungslose“ Aufklärung. Der Abgas-Skandal hat VW-Chef Winterkorn seinen Arbeitsplatz gekostet. Er tat am 23. September zurück. Sein Nachfolger ist der Porsche-Geschäftsführer Matthias Müller.