Euro-Staaten einigen sich grundsätzlich auf Verteilung der Flüchtlinge

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die europäischen Innenminister verständigten sich am Montagabend beim Treffen in Brüssel auf eine grundsätzliche Verteilung der Flüchtlinge. Ein Beschluss über Flüchtlingsquoten steht noch aus. Von einem Durchbruch kann keine Rede sein. Thomas de Maiziére teilte nach dem Treffen mit, dass man sich grundsätzlich darauf geeinigt habe insgesamt 160.000 Flüchtlinge in der EU zu verteilen. Wie das genau ablaufen soll, soll erst bei einem nächsten Treffen im Oktober besprochen werden. De Maizieré und sein französischer Amtskollege sprachen von einem wichtigen Schritt, der aber noch entfernt sei von dem was man erwartet. Das nächste Treffen der Innenminister soll am 8. Oktober stattfinden. In Brüssel bestand Einigkeit darüber, dass in Italien und Griechenland sogenannte „Hotspots“ errichtet werden, in denen Flüchtlinge aufgenommen und registriert werden. Griechenland zeigte sich erstmals bereit einen solchen Hotspot einzurichten. Von dort aus sollen auch zahlreiche Flüchtlinge direkt in ihre Heimatländer zurückgeführt werden, hieß es.

Die Innenminister einigten sich auch darauf, dass alle Balkanstaaten mit Ausnahme der Türkei zu den sicheren Herkunftsländern zählen. Deutschland und Frankreich wollen sehr darauf achten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden, hieß es am späten Montagabend.