Vor Griechenland: 17-jähriger Flüchtling durch Schüsse getötet

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Ein 17-jähriger Flüchtling ist während einer Auseinandersetzung mit einem EU-Patrouillenboot und einem mutmaßlichen Schlepper ums Leben gekommen. Der 17-Jährige wurde erschossen unter Deck aufgefunden. Zuvor rammten die bewaffneten Schlepper mehrfach das Boot der Grenzschützer und eröffneten das Feuer. Es handelte sich bei dem Boot nicht um ein Schlauchboot, sondern um eine hochseetaugliche Yacht mit 70 Flüchtlingen an Bord. Einer der Schlepper versuchte einem Grenzschützer die Dienstwaffe zu entreißen. Der Zwischenfall ereignete sich nachdem ein Schiff mit rund 70 Flüchtlingen von der türkischen Küste vor der Insel Symi illegal nach Griechenland eindrang. Die zuständige Küstenwache bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass die 70 Flüchtlinge Opfer skrupelloser Menschenschmuggler geworden sind. Die drei Schleuser wurden verhaftet. Es handelte sich um türkische Staatsbürger.

Aufgrund der guten Wetterlage machen sich zur Zeit besonders viele Flüchtlinge auf den Weg zu den griechischen Inseln über das Mittelmeer. Die Flüchtlinge sind auf den griechischen Inseln komplett auf sich selbst gestellt.