Heidenau: Gewalt eskaliert –– Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die Gewalt im sächsischen Heidenau ist vergangene Nacht erneut eskaliert. Auch am Sonntagabend beziehen Wasserwerfer Stellung. Es sind erneut zahlreiche Flüchtlingsgegner auf der Straße, die sich ab 20 Uhr auf den Weg zu der neuen Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Baumarkt Praktiker, machen wollen. Die Polizei teilte uns soeben mit, dass man um eine gesicherte Lagertrennung bemüht sei und ein Kontrollbereich in Heidenau eingerichtet wurde der sich bis in die Innenstadt erstreckt. In Heidenau befinden sich mehrere Hundertschaften der Polizei Sachsen vor Ort. In der Nacht zu Sonntag flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Polizei musste eine Straße vor dem Flüchtlingsheim räumen, nachdem Flüchtlingsgegner dort massiv randaliert haben und unter anderem Baustellenabsperrungen durch die Gegend warfen. Zwei Polizisten wurden verletzt. In der Nacht zuvor musste die Polizei einen Bus mit Flüchtlingen zu der Unterkunft eskortieren, um sie vor dem rechten Mob zu schützen (wir berichteten).

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt sagte, dass einzelne Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Wenn aber ein rechtsextremer Mob zwei Nächte nacheinander Menschen bedroht, dann ist das Gewaltmonopol von Deutschland in Gefahr, sagte sie. Katrin Göring-Eckardt warnte in diesem Zusammenlag vor neuem rechten Terrorimus à la NSU und versteht die Zögerlichkeit der Bundeskanzlerin Merkel nicht.

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