Neuer Ärger um Flughafen BER: Betrugsverdacht steht im Raum

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

Beim endlosen Bau des Hauptstadtflughafens BER gab es am Sonntag schon wieder Unruhe: Frühere Manager sollen bei Zahlungen bis Mai 2012 sehr großzügig gewesen sein – also vor der Absage des damaligen Eröffnungstermins. Es geht um Millionenbeträge, teilte die Geschäftsführung des Hauptstadtflughafens mit. Es besteht der Verdacht des Betrugs. Die Anti-Korruptionsbeauftragte der Flughafengesellschaft hat Ermittlungen gegen die ehemaligen Manager eingeleitet. Die Führungskräfte haben sich ungewöhnlich großzügig gezeigt und Rechnungen deutlich überhöht beglichen. Es geht nach Angaben der Flughafengesellschaft um Nachzahlungsforderungen von Lieferanten wie Siemens, Bosch oder T-Systems die damals anstandslos bezahlt wurden. Siemens hatte auf diesem Weg 22 Millionen Euro zusätzlich erhalten.

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Imtech, eine der wichtigsten Firmen für die Flughafen-Baustelle Insolvenz angemeldet hat. Die verantwortliche Flughafengesellschaft FBB versucht nun mit allen Mitteln den geplanten Eröffnungstermin im zweiten Halbjahr 2017 einzuhalten. Firma Imtech hatte beim Flughafen große Teile der Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten in Auftrag. Die Insolvenzanmeldung bedeutet, dass sich die gelante Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 weiter nach Hinten verschieben könnte. Geplant war, dass die Bauarbeiten bis März 2016 abgeschlossen sind. Im Anschluss sollte genügend Zeit für die Abnahme der Anlagen und für die komplexe Inbetriebnahme sein. Die Abnahmen sind zum Teil mit sehr komplizierten Prüfarbeiten verbunden.

Am Montag will Geschäftsführer Mühlenfeld mitteilen, ob der Flughafen trotz der Insolvenz der Firma Imtech den geplanten Eröffnungstermin im Herbst 2017 einhalten kann.

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