Geiselnahme in Mali: Unbekannte stürmen Hotel und töten mindestens sieben Menschen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mehrere Unbekannte haben in der Stadt Sévaré im Osten von Mali das Hotel „Le Byblos“ mit Maschinengewehren angegriffen und dabei mindestens sieben Menschen getötet. Die bewaffneten Angreifer haben sich in einem Hotel verschanzt. Unter den Opfern befinden sich Europäer und Südafrikaner. Die Armee von Mali teilte mit, dass es sich bei den Geiselnehmern um radikale Islamisten handelt. Das Hotel war auch von UN-Soldaten bewohnt. Möglicherweise galt ihnen der Anschlag. Drei russische Piloten sollen von den Angreifern verschleppt worden sein. Die Armee meldete, dass bei den Kämpfen mindestens vier Soldaten gefallen sind. Ein Angreifer mit einem Sprengstoffgürtel kam ebenfalls ums Leben. Augenzeugenberichten zufolge war im Hotel ein andauerndes Gewehrfeuer zu hören. Unklar ist noch, ob es sich bei den Angreifern um ein Selbstmordkommando handelte oder es eine gescheiterte Geiselnahme ist. In Mali ist die Entführung von westlichen Ausländern zum lukrativen Geschäft geworden. Die Armee erklärte, dass jedes Zimmer durchsucht wird und vorher die Belagerung nicht für beendet erklärt werden kann.

In Mali sind Blauhelmtruppen aus Europa vor Ort, nachdem islamistische Kämpfer den Norden von Mali überrannt hatten und weite Teile des Landes unter ihrer Kontrolle hatten. Deutschland beteiligt sich an dem Einsatz unter anderem mit Transportflügen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*