Chemieunfall in Hamburg: Zwei Verletzte auf der Intensivstation

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Im Hamburger Stadtteil Billbrook hat sich am Donnerstagabend gegen 20.40 Uhr ein Chemieunfall ereignet. Auf dem Gelände einer Chemiefirma am Billbrookdeich war aus einem stationären Tank eine mit Wasserdampf vermischte ätzende Lauge ausgetreten. Zwei Menschen wurden schwer verletzt auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Die Feuerwehr evakuierte über 100 Gäste aus einem nahegelegenen Hotel. In dem betroffenen Hotel wohnen derzeit 240 Gäste, die sich zum Zeitpunkt des Chemieunfalls aber nicht alle dort aufhielten. Die Menschen wurden in die nahegelegene Feuerwehr- und Rettungswache gebracht. Notärzte und Sanitäter kümmerten sich später um die Verletzten. Insgesamt klagten 45 Menschen über Reizungen der Atemwege oder der Augen. 17 Menschen, darunter auch Feuerwehrleute und Polizisten, wurden am Donnerstagabend ins Krankenhaus gebracht. In 20 Hamburger Stadtteilen sollten die Anwohner in der Nacht ihre Fenster und Türen geschlossen halten und sich möglichst nicht im Freien aufhalten. Am frühen Freitagmorgen gab die Feuerwehr Entwarnung für die betroffenen Gebiete.

An der Einsatzstelle befanden sich 120 Feuerwehrleute. Anfangs bildete sich eine weiße Wolke über dem Industriegebiet. Gegen 21.45 Uhr war der Austritt der Lauge gestoppt.

Die Feuerwehr Hamburg rückte erst am Dienstag zu einem Großeinsatz aus. Es brannte in einem Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg. Hier kam es während des Einsatzes plötzlich zu einer explosionsartigen Durchzündung. Insgesamt wurden 45 Menschen verletzt (wir berichteten). Im Umkreis des Hochbunkers warten noch immer rund 400 Anwohner darauf in ihre Wohnungen zurückkehren zu dürfen.

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