Hamburg: 27 Verletzte bei Explosion und Brand im ehemaligen Bunker

Symbolfoto: © burntimes

Seit Dienstagmorgen brennt es in einem ehemaligen Bunkergebäude in der Marckmannstraße in Hamburg. Der Notruf ging um 4.23 Uhr bei der Feuerwehr ein. Während der Löscharbeiten durch die Hamburger Feuerwehr ereignete sich eine Explosion. Mindestens 27 Menschen wurden verletzt, 11 von ihnen schwer. Unter den schwer Verletzten befinden sich acht Feuerwehrleute. Weitere 15 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort behandelt. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufkollaps.
Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden aus noch ungeklärter Ursache in einer Tischlerei in dem ehemaligen Hochbunker aus, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die gesamte Straße bereits in dichten Rauch gehüllt. Die umliegenden Wohnhäuser wurden durch die Feuerwehr evakuiert. Mehr als 60 Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Parallel zu den Löscharbeiten wird geprüft, ob es in den umliegenden Gebäuden noch weitere Verletzte gibt.

Bei den Löscharbeiten kam es zu einer schlagartigen Durchzündung mit einer erheblichen Druckwelle. Die Druckwelle war so stark, dass Fahrräder durch die Luft geschleudert wurden. In dem damaligen Bunker lagerten über 100 Tonnen ätherische Öle. Die Brandursache und die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar. Die Löscharbeiten werden noch bis mindestens Dienstagnachmittag andauern. Die Feuerwehr schickt niemanden mehr in das Gebäude, weil die Lage unklar ist. Der Bunker soll stattdessen mit Schaum geflutet werden.

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