Griechenland-Krise: Börse verliert bei der Wiedereröffnung 23 Prozent

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

Die griechische Börse in Athen hat am Montag nach der fünfwöchigen Zwangspause wiedereröffnet. Damals wurden auch die Banken dichtgemacht, weil Kunden aus Angst vor einer Staatspleite ihre Konten leer räumten (wir berichteten). Zum Börsenstart brach der Kurs um 22,9 Prozent ein. Analysten rechneten bereits im Vorfeld mit einem Einbruch von über 20 Prozent. Der Kurst steht zur Zeit bei 615,12 Punkten. Das entspricht einem Drei-Jahres-Tief für die griechische Börse. Der Bankenindex in Griechenland verlor zweiteilig sogar 30 Prozent an Wert. Im Vorfeld war klar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eine einzige Aktie steigen wird gleich null ist.

Die Europäische Zentralbank genehmigte in der letzten Woche die Wiedereröffnung der griechischen Börse. Grund für den Börsenabsturz ist die dramatische wirtschaftliche Entwicklung im Land. Tausende Firmen litten wochenlang unter den geschlossenen Banken. Um in den Banken die Kapitalflucht einzuschränken wurden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Die Banken sind inzwischen wieder eröffnet. Die Einschränkungen gelten aber nach wie vor.

Die Aussichten für das Land sind trotz der Vorgespräche für ein drittes Hilfspaket von 86 Milliarden Euro keinesfalls klar.

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