Suhl: 80 Flüchtlinge schlugen gegenseitig aufeinander ein

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei hat am Sonntag Ermittlungen nach einer Massenschlägerei in der Erstaufnahmestelle in Suhl eingeleitet. Es gibt sieben Tatverdächtige. Ihnen wird Landfriedensbruch und die Beteiligung an einer Schlägerei vorgeworfen. Acht Menschen wurden bei der Schlägerei teils erheblich verletzt. Bei zwei der Verletzten handelt es sich um Sicherheitsmitarbeiter. Am Samstagmittag waren Flüchtlinge aus Eritrea, Albanien und Somalia aneinander geraten. Der Polizeieinsatz dauerte bis in die späten Abendstunden an. 23 Bewohner wurden zur Beruhigung der Lage mit einem Bus in eine andere Unterkunft gebracht.

Die Erstaufnahmestelle in Suhl platzt zur Zeit aus allen Nähten. Aktuell sind dort 1.600 Menschen, in der mit 1.200 Plätzen als Obergrenze ausgelegten Einrichtung untergebracht. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach am Freitag von unhaltbaren Zuständen in der Unterkunft. Er erwartet vom Bund deutlich schnellere Entscheidungen zur Zukunft der einreisenden Flüchtlinge.

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