Freital: Linken-Politiker Richter nach Sprengstoffanschlag optimistisch

Symbolfoto: © burntimes

Nach einem mutmaßlichen Sprengstoffanschlag hat der 39-jährige Stadtrat der Linken, Michael Richter, am Montag Stärke demonstriert. „Wir können die Straße, wir können die Meinungsführerschaft nicht denen überlassen, die offen Hass gegen Menschen propagieren“, sagte der Fraktionschef der Linken im Freitaler Stadtrat am Montag. Er sagte, dass er in der Nacht zu Montag um 0.45 Uhr einen lauten Knall wahrnahm. Als er anschließend aus dem Fenster sah, konnte er erkennen, dass eine schwarze Rauchwolke über seinem geparkten Auto aufstieg. Die Polizei ermittelt wegen einer Sprengstoffexplosion.

Die Linke geht von einer rechtsradikalen Tat aus. Die Explosionen haben nach Angaben der Ermittler im Inneren des Autos stattgefunden. Bisher hat sich noch niemand zu der Tat bekannt. Nach der Explosion eilten zahlreiche Einsatzkräfte nach Freital. Spezialkräfte sicherten Spuren. Michael Richter hatte vor dem Anschlag zahlreiche Morddrohungen erhalten, weil er die Pro-Asyl-Veranstaltungen in Freital mitorganisiert hatte. Verletzt wurde bei der Explosion niemand. Die Karosserie des Fahrzeugs hat durch die Explosion schwere Schäden davongetragen. Ein nebenstehendes Auto wurde ebenfalls beschädigt Die Kriminalpolizei hat das Auto für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ein.

Der betroffene Politiker hatte sich in der Vergangenheit mehrmals an Veranstaltungen der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl beteiligt. In der Stadt Freital in Sachsen verbreiten Rechtsextreme seit Monaten eine aggressive Stimmung gegen eine geplante Asylbewerberunterkunft. Es gab auch schon Angriffe auf Demonstranten, die sich für die Flüchtlinge einsetzen. Deutschlandweit gab es in den letzten Wochen mehrere Brandanschläge und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*