Griechenland: Schäuble verteidigt neue Hilfen nur widerwillig

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

Im Bundestag haben am Freitag die Abgeordneten mit einer Zweidrittel-Mehrheit für die Aufnahme von Verhandlungen über weitere Milliarden-Hilfen für Griechenland gestimmt. Aus den Reihen von Bundeskanzlerin Merkel kam starker Widerstand. Knapp 160 Abgeordnete, davon 65 aus den Reihen der CDU, stimmten mit nein oder enthielten sich. Bei der Sondersitzung am Freitag stimmten jedoch 439 Abgeordnete der schwarz-roten Bundesregierung für ein Mandat, das Gespräche der Geldgeber mit der griechischen Regierung ermöglicht. Außerdem ermöglicht das Mandat eine Brückenfinanzierung. Das neue Hilfspaket soll nach bisherigen Planungen bis zu 86 Milliarden umfassen. Ein Großteil der Summe soll aus dem Euro-Rettungsfond (ESM) kommen, einen weiteren Teil steuert der Internationale Währungsfonds (IWF) bei. Griechenland erhält in Kürze einen Vorschuss von etwa sieben Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Schäuble muss den Kurs der Bundeskanzlerin im Bundestag verteidigen. Schäuble wurde für seine Haltung in der Griechenland-Krise scharf kritisiert. Bundeskanzlerin Merkel bedankte sich am Freitag bei ihm für seine stundenlange Verhandlungen. Schäuble hatte erst am Donnerstagmorgen in einem Radiointerview weiterhin von einem „Grexit“ gesprochen.

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