Flüchtlinge: Ungarn beginnt den Grenzzaun wieder aufzubauen

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Ungarische Soldaten haben am Montag an der Grenze zu Serbien begonnen einen vier Meter hohen und 175 Kilometer langen Grenzzaun zu bauen, um die Einwanderung von Flüchtlingen zu verhindern. Der Zaun soll zwischen der ungarischen Stadt Mórahalom und der serbischen Stadt Subotica aufgebaut werden. Die Ministerien teilten zur Begründung mit, dass täglich in Ungarn mehr als 1.000 Flüchtlinge illegal die Grenze überqueren. Ungarn hält die illegale Einwanderung nach eigener Aussage für ein „ernstzunehmendes Problem“.

Vor 25 Jahren öffnete Ungarn die Grenze zu Serbien und vollzog damit einen historischen Schritt. Damit schrieb Ungarn damals Geschichte. Das Land zeigte auf, dass es in Europa keine unüberwindbaren Grenzen geben sollte. Die Menschen sollten frei reisen können von einem Land ins andere. Diese Freiheit entwickelt sich in Ungarn nach Angaben der Regierung immer mehr zu einem Nachteil, weil über die Grenze auch Menschen ins Land kommen, die Ungarn nicht möchte. Dazu gehören zum Beispiel Flüchtlinge.

Seit Anfang des Jahres haben über 80.000 Flüchtlinge und Migranten Ungarn erreicht. Das ist eine Verzwanzigfachung im Vergleich zu 2012. Auf die Einwohnerzahl gerechnet ist es der zweithöchste Wert in Europa, hinter Schweden und vor Deutschland. Vor allem für Syrer, Iraker, Afghanen und andere Flüchtlinge, die über die Türkei nach Europa gelangen wollen ist Ungarn ein wichtiges Transitland. Ungarn sieht sich damit überfordert. Die rechtsnationale Regierung vertritt aber schon lange eine äußerst restriktive Politik gegenüber Flüchtlingen und Ausländern. Der Regierungschef von Ungarn forderte schon vor einiger Zeit einen Einwanderungsstopp für Europa.

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