Brandanschläge auf Staatsgebäude in Berlin: Musiklehrer festgenommen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein Unbekannter verübte über einen Zeitraum von einem Jahr zahlreiche Brandanschläge gegen den Bundestag und das Kanzleramt. Alle Brandanschläge seien rechtsextremistisch motiviert gewesen, teilte die Polizei mit. Die Anschläge sind aufgeklärt, unter anderem deshalb, weil der Täter Flugblätter am Tatort hinterließ. Anschließend flüchtete der Musiklehrer auf einem Fahrrad vom Tatort. Er konnte aber wenig später von Polizisten in unmittelbarer Nähe zum Tatort verhaftet werden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass am Donnertag ein 48-jähriger Musiklehrer die Brandanschläge gestanden hat. Gegen den Musiklehrer wurde Haftbefehl wegen achfacher Brandstiftung erlassen. Der Mann war bin der Nacht zu Donnerstag mit einer Strickleiter über den Zaun des Kanzleramts geklettert und hatte dort einen Molotowcocktail geworfen. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden Beamte unter anderem Flugblätter der als rechtsextrem eingestuften „Deutschen Wiederstandsbewegung“. Die Brandanschläge zuvor galten der CDU-Zentrale, dem Reichtstagsgebäude, dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages und dem Schloss Bellevue. Der mutmaßliche Brandstifter war meistens in der Nacht einen Molotow-Cocktail gegen die Fassade, eine Tür oder stellte einen mit Benzin gefüllten Brandsatz an die die Gebäudewand. Verletzt wurde bei den acht Brandanschlägen niemand. Es kam auch nicht zu größeren Bränden. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*