Berlin: Schwimmbad wurde nach Massen-schlägerei geschlossen

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 17.15 Uhr alarmierte eine verantwortliche Fachangestellte für Bäderbetriebe die Polizei und teilte mit, dass es im Columbiabad zu einer Schlägerei mit mindestens 60 Beteiligten gekommen sei. Das war auch der Grund warum 6.000 Badegäste am Sonntagnachmittag das Schwimmbad verlassen mussten. Das Freibad wurde mit Hilfe der Polizei geräumt. Die Fachangestellten für Badebetriebe baten die Polizei um Unterstützung durch Lautsprecherdurchsagen. Die Beamten forderten schließlich alle Besucher zum Verlassen des Bades auf. Zunächst gerieten zwei Jugendliche im Columbiabad aneinander und beleidigten sich gegenseitig. Dann griffen immer mehr Badegäste ein. Innerhalb kürzester Zeit stritten und schlugen rund 60 Menschen gegenseitig aufeinander ein. Bevor die Polizei vor Ort war haben sich die am Streit beteiligen Badegäste bereits wieder über das Bad verteilt. Sie konnten nicht mehr ermittelt werden. Die Polizisten konnten dennoch einige Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs und Nötigung schreiben.

Am Montag blieb das Schwimmbad ebenfalls geschlossen. In der Nacht zu Montag hatten Unbekannte versucht in den Kassenraum des Columbiabads einzubrechen. Die Einbrecher scheiterten jedoch an ihrem Vorhaben. Am Dienstag soll das Bad wieder geöffnet werden.

In den Berliner Schwimmbädern im Stadtteil Neukölln kam es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu eskalierenden Auseindersetzungen. Neben dem Columbiabad ist auch das Prinzenbad in Kreuzberg ein Brennpunkt. Die Berliner Bäderbetriebe setzen schon seit Jahren während des Badebetriebes Wachleute ein, die für die Sicherheit auf dem Gelände außerhalb der Schwimmbecken verantwortlich sind. Sie kontrollieren beim Einlass beispielsweise Taschen und Rucksäcke auf gefährliche Gegenstände wie Waffen und Messer. Hierfür sind im Columbiabad zwischen 18 und 24 Sicherheitsmitarbeiter verantwortlich. Alle Fachangestellten für Bäderbetriebe wurden in Berlin außerdem in Deeskalation geschult. Da auch Taschendiebstähle ein Thema sind, befinden sich auch Zivilpolizisten in Badehosen auf den Liegewiesen.

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