Neue Vorwürfe gegen Bundespolizei Hannover: Auch im Polizei-Bus soll es zu einem Übergriff gekommen sein

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Die Skandale und Missbrauchsfälle bei der Bundespolizei Hannover reißen nicht ab, sondern weiten sich immer weiter aus. Es gelangen immer neue Details ans Tageslicht. Selbst in einem fahrenden Polizeibus soll es zu mindestens einem Übergriff auf einen Flüchtling gekommen sein. Der Beamte, der auf der Wache zwei Flüchtlinge misshandelt haben soll, soll an der Misshandlung im Polizeibus ebenfalls beteiligt gewesen sein. Ein Opfer bestätigte am Hauptbahnhof in Hannover aufgegriffen worden zu sein und auf der Fahrt in dem Polizei-Bus misshandelt worden zu sein. Das bestätigte am Donnerstag auch der zuständige Oberstaatsanwalt.

Die mutmaßlichen Täter sind ermittelt und werden zur Rechenschaft gezogen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der NDR berichtete, dass ein Beamter einen Kollegen im Polizei-Bus aufgefordert hatte die Musik lauter zu drehen, während auf den Flüchtling eingeschlagen und getreten wurde. Der Flüchtling soll dabei einen Zahn verloren haben. Ein Beamter soll nach der Misshandlung den Polizei-Bus vom Blut gereinigt haben. Einzelheiten kann die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen und verweist auf die laufenden Ermittlungen. Ein 39-jähriger Polizeiobermeister aus Hannover steht im Verdacht in mindestens zwei Fällen Männer aus Afghanistan und Marokko auf der Wache im Hauptbahnhof gedemütigt und geschlagen zu haben. Unklar ist noch, ob auch gegen Kollegen wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt werden muss. Die Betroffenen haben Anzeige erstattet, deshalb wurden die Fälle bekannt.

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