G20-Randale-Prozess beginnt: Zuschauer klatschen für die Angeklagten

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Fast eineinhalb Jahre nach dem G20-Gipfel in Hamburg hat am Dienstag der Prozess um die Brandstiftungen und Zerstörungen an der Elbchausee begonnen. Vier junge Männer sind angeklagt und tatverdächtig. Nach 53 weiteren Tatverdächtigen wird noch immer gefahndet. Sie kommen aus Hessen und sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. Ihnen wird Landfriedensbruch in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Weitere Anklagepunkte sind Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Männer haben einen Schaden von rund einer Million Euro angerichtet. Die Taten ereigneten sich am frühen Morgen des 7. Juli 2017. Acht Menschen erlitten einen Schock. Ein Busfahrer wurde psychisch stark beeinträchtigt, sodass er über mehrere Monate stationär in einer Klinik aufgenommen wurde. Ihnen drohen lange Haftstrafen, im Falle, dass sie rechtskräftig verurteilt werden.

Zum ersten Prozesstag erschienen viele Unterstützer der Angeklagten. Die etwa 80 Zuschauer im Saal begrüßten die Angeklagten mit Applaus. Die Verteidiger teilten mit, dass die Polizei hätte einschreiten müssen. Einen Tag vor Prozessbeginn sind in Hamburg etwa 350 Menschen auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den Angeklagten auszudrücken.

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