G20-Gipfel in Argentinien: Regierungsmaschine defekt – Bundeskanzlerin weicht auf Linienflug aus

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit zwölfstündiger Verspätung beim G20-Gipfel in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires angekommen. Das Regierungsflugzeug hatte einen technischen Defekt und musste am Donnerstag zum Flughafen Köln/Bonn zurückkehren. Am Freitag wurde mitgeteilt, dass es sich um einen Defekt an der Funkanlage handelte. Eine defekte Verteilerbox sorgte für den Ausfall des Funksystems. Sabotagevorwürfe konnten bisher nicht bestätigt werden. Aus Sicherheitsgründen entschied der Pilot den Flug nach Argentinien abzubrechen, weil ihm durch den Defekt mehrere wichtige Anzeigen fehlten. Theoretisch hätte man in der Nacht zu Freitag auf eine Ersatzmaschine umsteigen können. Aufgrund der vorgeschrieben Ruhezeiten war dies jedoch nicht möglich, sodass Angela Merkel die Nacht in einem Bonner Hotel verbrachte.

Zuletzt hatten Nagetiere die „Konrad Adenauer“ während eines Stopps in Indonesien lahmgelegt. Dort musste Vizekanzler Scholz die 20-stündige Rückreise mit einem Linienflug antreten. Die Flugbereitschaft hat insgesamt nur zwei Maschinen zur Verfügung, die beide in die Jahre gekommen sind.

Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz mussten aufgrund des Defekts einen Linienflug mit Umstieg in Madrid nehmen. Aus Regierungskreisen hieß es, dass die Kanzlerin nur noch von einer sehr kleinen Delegation begleitet wird.

Der Zwischenfall hat den Terminplan der Bundeskanzlerin mächtig durcheinander gebracht. Ein Gespräch mit US-Präsident Trump konnte die Kanzlerin nicht wahrnehmen.

Nach dem G20-Gipfel soll die Delegation rund um Bundeskanzlerin Merkel von einer anderen Regierungsmaschine abgeholt werden.

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