Amoklauf an Schule auf der Halbinsel Krim: Mindestens 17 junge Menschen starben

Symbolfoto: © Lutz Stallknecht | pixelio.de

Auf der Halbinsel Krim hat sich am Mittwoch in der Hafenstadt Kertsch ein Amoklauf in einer berufsbildenden Schule ereignet. Ein 18-Jähriger hat zunächst eine Bombe zur Explosion gebracht, anschließend um sich geschossen. Er hat mindestens 17 Menschen getötet und 50 weitere teils schwer verletzt. Die Umstände der Tat sich gegenwärtig noch unklar. Der Täter zündete die Bombe in der Schul-Kantine. Anschließend hat der 18-Jährige mit einem Jagdgewehr um sich geschossen. Kurz darauf tötete er sich selbst in der Schulbibliothek, im zweiten Stockwerk des Gebäudes. Bei den Todesopfern handelt es sich größtenteils um Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Die Nationalgarde teilte mit, dass es sich um einen selbst genauen Sprengkörper mit Nägeln handelte. Die Polizei teilte mit, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt hat, der sich im vierten Lehrjahr befand.

Für die Halbinsel Krim wurde eine dreitägige Trauerzeit angeordnet. Alle Fahnen wehen auf Halbmast. Die russische Armee entsandte 200 Soldaten zu der betroffenen Schule. Bundeskanzlerin Merkel teilte mit, dass sie um die vielen ausgelöschten jungen Leben trauert. Die ukrainische Halbinsel Krim wurde 2014 von Russland illegal annektiert und wird seit dem von Russland kontrolliert. Europa und die USA hatten aus diesem Grund Sanktionen gegen Russland verhängt. Russland reagierte nervös auf den Vorfall an der Schule, denn die Annexion wird international nicht anerkannt. Die Ukraine erhöhte aufgrund des Vorfalls die Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzen.

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