Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof: Täter und Geisel wurden verletzt – Situation unter Kontrolle

Symbolfoto: © burntimes

Am Kölner Hauptbahnhof ist es am Montagmittag gegen 12.50 Uhr zu einer Geiselnahme gekommen. Ein bewaffneter Täter hat sich in der dortigen Bahnhofsapotheke, am Breslauer Platz, verschanzt und hielt eine Frau als Geisel. Die Polizei sicherte und evakuierte den Bahnhof mit einem Großaufgebot. Der Täter drohte in der Apotheke damit sich und die Geisel anzuzünden. Beim Zugriff, um kurz nach 15 Uhr, erlitt der Täter schwerste Verletzungen. Er musste von den Rettungskräften reanimiert werden. Es ist noch ungewiss, ob er überleben wird. Die Geisel wurde leicht verletzt befreit.

Nachmittags wurde außerdem ein Mädchen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der mutmaßliche Geiselnehmer hatte zuvor in einer McDonalds-Filiale, nahe der Apotheke, ein 14-jähriges Mädchen mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und am Bein angezündet. Das Mädchen rannte aus dem McDonalds mit einem brennenden Schuh heraus, die Flammen schlugen ihr bereits bis zur Hüfte. Umstehende Menschen helfen der 14-Jährigen, löschen schließlich den Brand. Es ist noch unklar, wie schwer ihre erlittenen Verletzungen sind. Während die 14-Jährige brennend aus der Apotheke lief, betrat der Täter mit einer Schusswaffe bewaffnet die Bahnhofsapotheke.
Polizeiangaben zufolge sprach der Täter arabisch. In seiner Wortwahl stellte er Bezug auf die Terrormiliz „Islamischer Staat“ her. Am Abend ist noch unklar, ob es sich wirklich um einen IS-Sympathisanten oder um einen geistig verwirrten Mann handelt. Der Tathintergrund und das Motiv sind noch unklar.

Im Bahnverkehr in und rund um Köln kommt es auch am Abend noch zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen. Der Breslauer Platz sowie der Bahnhofsvorplatz sind aufgrund der laufenden polizeilichen Ermittlungen noch gesperrt.

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