Rechtsstreit um Rodung des Hambacher Forsts: Gericht verfügt vorläufigen Rodungsstopp

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Das Oberverwaltungsgericht in Münster teilte am Freitag mit, dass RWE keine Tatsachen im Hambacher Forst mehr schaffen darf. Es wurde ein vorläufiger Rodungsstopp per Eilverfahren verfügt. Das Eilverfahren hatte die Umweltorganisation BUND eingeleitet. Bis zu 20.000 Menschen demonstrierten in den letzten Tagen gegen die drohende Rodung des Hambacher Forsts. Der BUND hatte argumentiert, dass sich im Hambacher Forst die Bechsteinfledermaus befindet und der Wald somit den Qualitäten eines europäischen FFH-Schutzgebietes entspricht und geschützt werden muss. Das eingereichte Material ist über mehrere Kisten verteilt, sodass das Gericht mitteilte dass das Material so komplex sei, dass man dieses nicht in einem Eilverfahren beantworten kann. Deswegen muss die Rodung vorläufig gestoppt werden, sodass die Artenvielfalt nicht irreversibel beeinträchtigt wird.

Der Rodungsaufschub kostet den Energiekonzern RWE einen dreistelligen Millionenbetrag. Von einem schweren Rückschlag für RWE war am Freitag die Rede. Der Energiekonzern geht davon aus, dass das Verwaltungsgericht in Köln möglicherweise erst 2020 über den umfangreichen Fall urteilen kann.

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