Französische Musiklegende Charles Aznavour ist tot – ein Nachruf

Symbolfoto: © Mariusz Kubik | wikipedia

Er verwandelte Themen wie Zärtlichkeit, Liebe und Überlebenswillen in wunderschöne französische Chansons, war Sänger, Liedertexter und Schauspieler. Während seiner über 70-jährigen Karriere komponierte er mehr als 1.300 Chansons. Mit seiner unverwechselbaren Stimme erreichte er ein Weltpublikum. Am Montag, dem 1 Oktober, starb Charles Aznavour im Alter von 94 Jahren im südfranzösischen Alpilles. Er stand bis kurz vor seinem Tod noch auf der Bühne. Im Juli musste er nach einem Sturz seine Welttournee unterbrechen, weil er sich einen Arm brach. Daraufhin wurden auch Konzerte in Deutschland abgesagt. Über die Todesursache wurde bisher noch nichts bekannt.

Im Dezember 2017 sagte Aznavour, dass er noch nicht bereit sei mit dem Singen aufzuhören. Er hinterlässt seine Ehefrau Ulla Thorsell und sechs Kinder. Mir seiner Ehefrau war er seit 1967 in dritter Ehe verheiratet. Er machte sich in Deutschland unter anderem auch als Schauspieler mit dem Film „Die Blechtrommel“ einen Namen. Insgesamt spielte er in mehr als 70 Filmen mit. Im Jahr 2008 gab er bekannt, dass er mit dem Schauspielern aufhören wird.

Charles Azanovur setzte sich sehr für sein Heimland Armenien ein. Er war beispielsweise seit 2009 der armenische Botschafter in der Schweiz – wo er auch lebte. Aznavour lebte nach dem er in Frankreich Steuerärger hatte im schweizerischen Lausanne am Genfer See. Für sein Engagement wurde er 1993 vom Präsidenten Armeniens zum „Sonderbotschafter für humanitäre Aktionen“ ernannt. Aznavour zählte zu den prominentesten Armeniern weltweit und hat sich vor allem seit dem verheerenden Erdbeben von Spitak 1988 immer wieder für das Land eingesetzt.

Seinen Durchbruch schaffte Charles Aznavour mit Welthits wie „La Bohème“ oder „Hier encore“. Er sang aber auf deutsch, beispielsweise erschien 2009 sein Album „Duos“ bei dem unter anderem Herbert Grönemeyer gemeinsam zwei Lieder mit ihm sang – eines davon auf deutsch.

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