Ägypten: Nach der Massenpanik im Stadion von Port Said mit 74 Toten wurden elf Todesurteile gesprochen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Am Dienstag wurden elf Todesurteile gegen ägyptische Fußball-Ultras ausgesprochen, die für die Massenpanik mit 74 Toten im Stadion von Port Said im Jahr 2012 die Verantwortung tragen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die elf Angeklagten für den Tod dutzender Menschen verantwortlich seien. In Port Said waren im Februar 2012 insgesamt 74 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Abpfiff gingen Anhänger der Mannschaft Al-Masri auf Fans des Kairoer Klubs Al-Ahli los. 74 Menschen wurden niedergetrampelt, erstochen oder erschlagen. Die Ausschreitungen ereigneten sich kurz nach dem Sturz des Präsidenten Mubarak, als die obersten Streitkräfte das Land regierten. Die Fans des Kairoer Klubs Al-Ahli waren gegen Mubarak. Die Fans in Kairo fühlten sich offensichtlich durch Plakate der gegnerischen Fans beleidigt. Die ägyptische Polizei schritt kaum ein und wurde anschließend beschuldigt, Anhänger des Klubs Al-Ahli in einer Art Racheakt geopfert zu haben.

Einer der Verantwortlichen wurde in seiner Abwesendheit verurteilt. Gegen die Todesurteile kann Berufung eingelegt werden. Mehrere dutzend weitere Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. 21 Beschuldigte wurden freigesprochen.

Anfang Februar 2015 kamen bei schweren Ausschreitungen während des Fußballspiels zwischen Zamalek Kairo und ENPPI in Kairo 19 Menschen ums Leben.

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