Verfassungsschutzchef Maaßen hat Bericht zu Chemnitz vorgelegt

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

Der Verfassungsschutzchef Maaßen hat am Montag Bundesinnenminister Seehofer den von ihm geforderten Bericht zu Chemnitz vorgelegt. Seehofer wollte wissen, wie Maaßen zu der Einschätzung gelangte, dass die Videos von den Hetzjagden aus Chemnitz nicht der Wahrheit entsprechen. Der Verfassungsschutzpräsident Maßen hatte am letzten Freitag Zweifel mitgeteilt, dass es in der sächsischen Stadt Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer gegeben hat. Maaßen äußerte sich gegenüber der „Bild“-Zeitung skeptisch über die Echtheit der Medienberichte und Onlinevideos. Warum der die Indizien nicht für echt hielt, blieb unklar. Bundesinnenminister Seehofer forderte daraufhin eine Erklärung von Maaßen. Seehofer teilte mit, dass er am Montag noch mehrere Termine hatte und sich in Ruhe mit der Stellungnahme von Maaßen beschäftigen will und ihm der Bericht bis Montagabend noch nicht vorgelegt wurde. Zahlreiche Politiker forderten unterdessen den Rücktritt des Verfassungsschutzchefs Maaßen.

Augenzeugen berichteten von weiteren rechtsradikalen Überfallen in Chemnitz. So wurde beispielsweise eine Gruppe von SPD-Anhängern aus Marburg auf dem Weg zum Bus von Nazis überfallen. Dabei wurden mehrere Parteimitglieder körperlich angegriffen und SPD-Fahnen zerstört.

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