141 Schutzsuchende gerettet: Die „Aquarius“ sucht einen sicheren Hafen

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Das Rettungsschiff „Aquarius“ hat 141 Schutzsuchende aus dem Mittelmeer gerettet. Der italienische Ministerpräsident sagte, dass das Schiff nicht in Italien anlegen wird. as Schiff befindet sich wieder mal auf einer Irrfahrt. Die Schutzsuchenden berichteten der Besatzung, dass fünf Schiffe sie nicht aus dem Mittelmeer gerettet haben. Die „Aquarius“ fährt derzeit in Richtung Norden. Die Rettungen sind eine Reaktion auf die immer noch andauernde humanitäre Krise im zentralen Mittelmeer. Beide Organisationen fordern die europäischen Regierungen dazu auf, der Aquarius einen nach geltendem internationalen Seerecht sicheren Hafen zu gewähren, damit die Geretteten an Land gebracht werden können und die „Aquarius“ ihren notwendigen Rettungseinsatz fortführen kann. Die Aquarius hatte auch unter Koordination der libyschen Seenotleitstelle als zuständige Behörde keinen sicheren Hafen für die Geretteten zugewiesen bekommen und fährt nun Richtung Norden, um dort bei anliegenden Seenotleiten einen sicheren Hafen anzufragen.

Die Aquarius ist eines von zwei verbliebenen Rettungsschiffen im Mittelmeer. Zuletzt fuhr das Rettungsschiff, das von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betrieben wird, im Juni ziellos durch das Mittelmeer, weil dem Schiff das Anlegen in einem europäischen Hafen untersagt wurde. „Die Kriminalisierung und Behinderung von humanitären Organisationen sind Ausdruck eines defekten europäischen Asylsystems und der Unfähigkeit europäischer Mitgliedstaaten, ankommende Asylsuchende in Europa zu verteilen“, teilte SOS Méditerranée mit. SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen forderten in diesem Zusammenhang alle europäischen Regierungen sowie die zuständigen Seenotleitstellen wiederholt dazu auf, der Aquarius einen sicheren Hafen zu gewähren und die humanitäre Krise im Mittelmeer anzuerkennen, anstatt die lebensrettenden Maßnahmen weiter zu behindern.

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