BAMF hat entschieden: Rechtswidrig abgeschobener Afghane wird zurückgeholt

Symbolfoto: © burntimes.com

Der 20-jährige Afghane Nasibullah S., aus Neubrandenburg, wurde am 3. Juli zu Unrecht per Sammelflug in sein Heimatland abgeschoben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat am Mittwoch entschieden, dass der Mann wieder nach Deutschland zurückgeholt wird. Bundesinnenminister Horst Seehofer räumte Fehler des zuständigen Bundesamtes ein. Das BAMF hat die Identität des 20-jährigen Afghanen verkehrt zugeordnet, sodass davon ausgegangen wurde, dass der Asylantrag rechtmäßig abgelehnt wurde. Der Mann hatte jedoch im vergangenen Jahr gegen die Ablehnung geklagt. Die Anwältin des Afghanen sowie die Organisation Pro Asyl forderten den jungen Mann nach Deutschland zurückzuholen.

Umstritten ist ebenfalls die Abschiebung des als Gefährder eingestuften Sami A. nach Tunesien. Der Mann wurde am vergangenen Freitag trotz richterlichen Verbots abgeschoben (wir berichteten). Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen verlangt eine Rückkehr des Mannes nach Deutschland, weil ihm in Tunesien Folter und unmenschliche Haftbedingungen drohen.

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