Abschiebung nach Afghanistan: 23-Jähriger begeht nach Abschiebung Suizid

Symbolfoto: © burntimes.com

Am Mittwoch wurde bekannt, dass einer der 69 abgeschobenen afghanischen Schutzsuchenden nach seiner Rückkehr Selbstmord beging. Der 23-Jährige wurde zuvor nach Kabul abgeschoben. Der Mann wurde dem Innenministerium von der Stadt Hamburg für die Abschiebung gemeldet. Der 23-Jährige war seit 2011 in Deutschland und hatte Asyl beantragt. Der Antrag wurde 2012 abgelehnt, daraufhin hatte er Klage eingereicht, die nicht weiter verfolgt wurde. 2017 wurde das Asylverfahren schließlich eingestellt. Der 23-jährige Afghane war in der Vergangenheit wegen Diebstahls und Körperverletzung verurteilt worden. Seehofer sagte, dass der Vorfall zutiefst bedauerlich sei und sich die Hamburger Behörden fragen müssen, warum der 23-Jährige für die Abschiebung vorgeschlagen wurde.

Seehofer freute sich über Zahl an Abschiebungen und sagte: „Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir nicht so bestellt – Menschen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war.“

Aufgrund der Ereignisse in den letzten Tagen gerät Seehofer unter Druck. Rücktrittsforderungen der Linken und der FDP nach dem Selbstmord wies Seehofer zurück. Er sagte, dass er diese Forderung überhaupt nicht versteht.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*