NSU-Prozess: Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Die 43-jährige Beate Zschäpe wurde am Mittwoch im NSU-Prozess wegen zehnfachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Neun der zehn Menschen wurden aus rassistischen Motiven ermordet. Unter den Todesopfern befand sich auch eine Polizistin. Das Oberlandesgericht in München stellte dazu die besondere schwere der Schuld fest. Zschäpe wurde als Mittäterin an den Morden des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU), wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Brandstiftung zur Höchststrafe verurteilt. Damit ist eine Haftentlassung nach 15 Jahren theoretisch zwar möglich, jedoch in der Praxis nahezu ausgeschlossen.

Bundesanwalt Herbert Diemer sprach im Zusammenhang mit dm Urteil von einem Erfolg des Rechtsstaats. Der Verteidiger von Beate Zschäpe kündigte an das Urteil anzufechten. Er begründete das damit, dass seine Mandantin nachweislich an keinem Tatort war und auch keine Bombe gezündet hat.

Das Verfahren gegen Zschäpe lief seit 2013. Mehrere Befangenheitsanträge und juristische Streitereien hatten den Beginn des Prozesses immer wieder verzögert.

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