Präsidentschaftswahlen in der Türkei: Erdogan erklärt sich zum Sieger

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

„Das Volk hat meiner Person den Auftrag der Präsidentschaft gegeben“, sagte Recep Tayyip Erdogan am Sonntagabend um 22 Uhr. Damit verkündete er seinen Wahlsieg mit 52,7 Prozent der Wählerstimmen. In der Türkei wurde am Sonntag ein neuer Präsident sowie eine neue Verfassung gewählt. Die Opposition bezweifelt, dass zu diesem Zeitpunkt bereits die Mehrheit der Stimmen ausgezählt sind und spricht von Manipulationen. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu teilte mit, dass um 22 Uhr bereits 95 Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Erdogan versprach während seiner Ansprache, dass sich die Türkei stark verändern wird.

Erdogan hatte die Wahl um mehr als ein Jahr vorgezogen. Umfragen hatten im Vorfeld der Wahlen ergeben, dass es zu einer Stichwahl kommen könnte. Wenn Erdogan weniger als 50 Prozent der Stimmen erhält, ist eine Stichwahl notwendig. Im Südosten der Türkei meldeten Wahlbeobachter am Sonntagmittag Unregelmäßigkeiten. Die Wahlbeteiligung soll bei rund 90 Prozent gelegen haben. Erdogan sprach in diesem Zusammenhang von einer „Lektion in Sachen Demokratie“.

Die Zufahrtsstraßen zu den Gebäuden der regierenden AKP-Partei wurden mit Lastwagen blockiert. Offenbar wird befürchtet, dass es zu Protesten kommen könnte.

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