Ex-VW-Chef Winterkorn droht der Verlust seines gesamten Vermögens

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Volkswagen (VW) will den ehemaligen Chef Winterkorn für den Dieselskandal haftbar machen. Dem ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn droht damit der Ruin. Der VW-Konzern prüft zur Zeit, ob Winterkorn für den entstandenen wirtschaftlichen Millliarden-Schaden beim Dieselskandal verantwortlich gemacht werden kann. Winterkorn hatte bei VW etwa 100 Millionen Euro verdient und erhält zusätzlich eine Pension in Höhe von 30 Millionen Euro. Dem Ex-VW-Chef müsste noch nicht mal eine Mitwisserschaft nachgewiesen werden, sondern es würde eine nachlässige Handhabung von Kontrollmechanismen ausreichen, damit sein Vermögen verloren ist. Ihm droht dadurch der Verlust seiner bürgerlichen Existenz. Durch die Anklage in den USA nimmt das Schicksal von Winterkorn eine dramatische Wende (wir berichteten).

Ein Jurist von VW hat Martin Winterkorn bei einer Aussage, bei der Staatsanwaltschaft in Braunschweig, schwer belastet. Der Jurist sagte aus, dass er sich bereits am 27. Juli 2015 mit Winterkorn ausführlich über die Betrugssoftware in Dieselmotoren unterhalten hat.

In den USA wurde unterdessen Haftbefehl gegen Martin Winterkorn wegen des Dieselskandals erhoben. Ihm werden dort Betrug, Verstoß gegen Umweltgesetze und die Täuschung von Behörden vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm in den USA eine bis zu 25 Jahre lange Haftstrafe. Unklar ist, ob Martin Winterkorn in die USA aufgeliefert werden könnte.

In Deutschland wurde Winterkorn bisher noch nicht angeklagt. Das hat etwas mit den verschiedenen Rechtssystemen der beiden Länder zu tun. Es ist aber davon auszugehen, dass die deutsche Justiz handeln wird, sobald alle Beweise gesichtet sind und das Gericht der Auffassung ist, dass es für eine Verurteilung ausreichen könnte.

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