Fifa-Präsidentschaftswahl: Präsident Blatter wurde zum Rücktritt aufgerufen

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Sepp Blatter sagte am Donnerstag: „Ich kann heute nicht mehr zurücktreten.“ Die UEFA hat am Donnerstag angekündigt den Fifa-Kongress mit der Präsidentschaftswahl am Freitag zu boykottieren und auf den jordanischen Herausforderer, Prinz Ali bin-al Hussein zu setzen. Am Mittwochmorgen nahm die Zürcher Kantonspolizei auf Antrag des amerikanischen FBI sieben Funktionäre, darunter die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo fest. Neben dem FBI hat auch die Schweizer Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht bei den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen. Der UEFA-Chef Michel Platini bat Sepp Blatter zurückzutreten. „Ich bin entsetzt und enttäuscht über die aktuellen Entwicklungen“, sagte er am Donnerstagnachmittag in Zürich. Die UEFA kündigte im Falle, dass am Freitag der 79-jährige Sepp Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt wird an, am nächsten Wochenende über den Umgang mit der Fifa zu beraten. Dabei soll nach Aussage des UEFA-Chefs dann auch darüber nachgedacht werden, ob sich die acht europäischen Mitglieder des Fifa-Vorstandes, darunter auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach zurückziehen. Die UEFA schloss auch nicht aus, dass sie sich aus Wettbewerben der Fifa, inklusive der WM zurückziehen, sollte Blatter siegen.

Sepp Blatter hat Freitagsfrüh um 11 Uhr die Präsidenten der sechs Fußballverbände zu einer Dringlichkeitssitzung vorgeladen, weil ihn Boykottdrohungen erreicht haben. Platini sagte zu Blatter: „Ich bitte dich heute, die Fifa zu verlassen. Es wäre ein Zeichen von Größe.“ Das Ansehen des Fußballs sei in Gefahr, sollte Blatter als Präsident in eine neue Amtszeit gewählt werden.

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