Nach Gürtelangriff auf jungen Israeli: Tatverdächtiger stellt sich

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg waren zwei junge Männer angegriffen und antisemitisch beleidigt worden. Einer der Täter, ein 19-jähriger Mann aus Syrien, schlug mit einem Gürtel auf eines der Opfer ein. Die Opfer im Alter von 21 und 24 Jahren trugen eine traditionelle jüdische Kippa. Der 21-jährige Mann aus Israel filmte den Vorfall mit seinem Handy. Bei dem 24-Jährigen handelte es sich um einen Deutschen. Bei der anschließenden Verfolgung der Täter wurde der Israeli leicht verletzt. Der Angriff geschah ohne dass es zuvor zu einem Streit gekommen war. Das mit der Kippa war ein Experiment gewesen, nach dem ihm ein Freund in Deutschland sagte, dass er sich mit der Kippa auf der Straße nicht sicher fühlt. Er selbst ist nicht jüdisch.

Der Präsident des Zentralrats der Juden verurteilte den Angriff in Berlin scharf und betonte, dass erneut eine Rote Linie überschritten worden sei.
Bundeskanzlerin Merkel sprach von einem „schrecklichen Vorfall“ und bekräftigte ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Antisemitismus.

Der Tatverdächtige wurde aufgrund von Zeugenaussagen ermittelt. Er hat sich am Donnerstagmittag um 12.30 Uhr den Behörden gestellt. Der Mann wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

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