Tödliche Schlägerei in Passau: Einige Verdächtige gestehen

Symbolfoto: © burntimes

Ein 15-Jähriger ist nach einer Auseinandersetzung am Montag in Passau verstorben. Die Staatsanwaltschaft Passau hat in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Passau die weiteren Ermittlungen übernommen.

Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge hatte sich ein 15-Jähriger mit einem Gleichartigen am Montagabend verabredet, um einen Streit auszutragen. Es begann mit Ohrfeigen und endete mit Faustschlägen. Nach und nach mischten sich auch weitere Anwesende ein. Im Verlauf der Schlägerei sackte der 15-Jährige zu Boden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wurden fünf Tatverdächtige am Dienstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Passau vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle und einen Unterbringungsbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Vier Personen wurden in eine Justizvollzugsanstalt, der 14-Jährige wurde in eine Anstalt zur Vermeidung der Untersuchungshaft eingeliefert. Einige der Tatverdächtigen haben zwischenzeitlich gestanden den 15-Jährigen geschlagen zu haben. Der Tatvorwurf lautet Körperverletzung mit Todesfolge. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche, tunesische und polnische Staatsangehörige. Unklar ist noch, wer den tödlichen Schlag ausgeführt hat.

Beim 15-jährigen Opfer wurde am Dienstag im Institut für Rechtsmedizin in München eine Obduktion durchgeführt. Als Todesursache wurde festgestellt, dass der Junge an seinem eigenen Blut erstickte. Eine natürliche Todesursache aufgrund einer Vorerkrankung scheidet aus. Der 15-Jährige erlitt Faustschläge gegen den Kopf und Oberkörper und wurde in den Schwitzkasten genommen, teilt der ermittelnde Oberstaatsanwalt mit.

Der Tod des 15-Jährigen sorgte bundesweit für Entsetzen.

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