Nach Sprung mit fremdem Kind vor Zug: 23-Jähriger muss in Psychiatrie

Symbolfoto: © Rudis-Fotoseite.de | pixelio.de

Ein 23-jähriger Mann entriss am Wuppertaler Hauptbahnhof am Donnerstagabend ihr ältestes fünfjähriges Kind und war mit ihm vor einen Zug gesprungen – vor den Augen der Eltern und Geschwister. Der einfahrende Lokführer einer S-Bahn leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte aber nicht verhindern, dass der tonnenschwere Zug die beiden überrollte. Wie durch ein Wunder haben beide überlebt – vermutlich weil sich der 23-jährige mit dem Kind zwischen die Schienen gelegt hatte. Der Fünfjährige erlitt lediglich ein paar Schürfwunden. Passanten hielten den 23-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Lokführer ist nach dem Geschehen krankgeschrieben worden und wird psychisch betreut. Die betroffene Familie wird ebenfalls von Seelsorgern betreut. Ein Richter hat nun angeordnet den 23-Jährigen in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung einliefern zu lassen. Ein Arzt hat am Freitag eine Psychose bei dem 23-Jährigen diagnostiziert. Bei dem Mann handelt es sich um einen Inder, der schon einige Jahre in Gelsenkirchen gelebt hat und wegen kleiner Delikte aufgefallen war. Der 23-Jährige gab an, dass er seit längerer Zeit Stimmen hört, teilte die Polizei mit. Nach der Tat wurde der Täter widerstandslos verhaftet. Er hat sich zu der Tat bisher noch nicht geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Heimtücke vor.

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