Berlin: Polizei verhindert Messer-Anschlag auf den Halbmarathon – sechs Festnahmen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben am Sonntag vor dem Halbmarathon in Berlin sechs Personen festgenommen. Es bestand kein dringender Tatverdacht aber aufgrund der Vorkommnisse in Münster und 2016 am Breitscheidplatz (wir berichteten) entschloss man sich zu dem Zugriff. Es hatte Hinweise auf einen möglichen bevorstehenden Anschlag auf den Halbmarathon in Berlin gegeben. Die Verhafteten sind zwischen 18 und 21 Jahren alt. Sie wurden seit zwei Wochen permanent von den Sicherheitsbehörden beobachtet. In der Nacht zum Sonntag waren sie zu Fuß auf der Strecke des Halbmarathons unterwegs. Daraufhin wurde von der Polizei entschieden, dass ein Zugriff erfolgen soll, sobald die Männer ihre Wohnungen am Sonntagmorgen verlassen. Nach dem die Männer die Wohnungen verlassen hatten, wurden sie direkt festgenommen.

Der Hauptverdächtige soll geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten. Bei allen sechs Verdächtigen wurden bei der anschließenden Durchsuchung keine Messer gefunden. Die Wohnungen und Fahrzeuge der Männer wurden ebenfalls durchsucht und mögliche Beweismittel sichergestellt. Der Hauptverdächtige zählt zum privaten Umfeld des Attentäters Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 den Fahrer eines Sattelzugs ermordete und den LKW anschließend in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche lenkte.

An dem Halbmarathon in Berlin nahmen am Sonntag 36.000 Läufer teil und an der Strecke befanden sich etwa 250.000 Zuschauer.

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