Boykott im Einzelhandel: Händler verbannen weitere Nestlé-Produkte

Symbolfoto: © Fionn Große | pixelio.de

Weil der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé weiter nicht nachgibt, teilte Edeka mit, dass noch mehr Produkte aus dem Sortiment genommen werden. Nestlé will seine Preise erhöhen – Edeka hingegen möchte bessere Einkaufskonditionen erhalten. Edeka hatte seinen über 5.900 Partnern empfohlen weitere Nestlé Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Der Streit zwischen Edeka und Nestlé spitzt sich damit weiter zu.

Zu den nicht mehr erhältlichen Produkten zählen zum Beispiel Kitkat, Maggi, Thomy, die Tiefkühlpizzen von Wagner und das Mineralwasser Vittel. Bereits im Februar hatte der Konzern damit begonnen Produkte aus dem Verkauf zu nehmen, um damit die Forderung nach besseren Einkaufspreisen zu unterstreichen. Die aus dem Edeka-Sortiment genommenen Artikel machen etwa 30 Prozent des Umsatzes aus, berichtete die „Lebensmittel Zeitung“. Auch bei der Supermarktkette Real sind eine Reihe von Nestlé-Produkten zur Zeit nicht erhältlich, weil sich der Händlerverbund RTG, zu dem auch Real gehört, mit mehreren Lieferanten über die Einkaufspreise streitet.

Die schweizerische Lebensmittelkette Coop teilte mit, dass weitere 59 Nestlé-Produkte aus dem Sortiment gestrichen werden, darunter beispielsweise „Kitkat“. Insgesamt wurden 209 der bisher 800 Nestlé-Produkte in den Schweizer Coop-Märkten aus den Regalen geräumt.

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