Streikwelle in Frankreich: Bahnen stehen still – Bewährungsprobe für Präsident Macron

Symbolfoto: © Rudolpho Duba | pixelio.de

In Frankreich haben die Streiks gegen die Reformpläne für die französische Staatsbahn SNCF begonnen. Die Gewerkschaft will mit massiven Protesten und Arbeitsniederlegungen die Reformpläne vom französischen Präsidenten Macron verhindern. Am Dienstag fielen in Paris und auch landesweit viele Züge aus. Das führte zu einem landesweiten Verkehrschaos. Es fuhr lediglich jeder achte TGV-Zug, hieß es Dienstagabend. Zusätzlich fielen aufgrund eines weiteren Streiks ein Drittel der Flüge von Air France aus. Die Müllabfuhr streikt zur Zeit ebenfalls. Im Großraum von Paris staute sich der Verkehr alleine auf rund 420 Kilometer Länge.

Die neuen Reformpläne von Präsident Macron sehen vor, dass es bei der Staatsbahn keine lebenslange Jobgarantie mehr gibt und keine Garantie auf eine Rente mit 52 und 50 Urlaubstage im Jahr. Außerdem soll die französische Staatsbahn privatisiert und in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt werden. Damit müsste die SNCF für ihre rund 50 Milliarden Euro Schulden selbst aufkommen.

Es ist eine Bewährungsprobe für den französischen Präsidenten Macron, der während des Wahlkampfs versprach Frankreich umzugestalten.

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