Hannover: Tausende demonstrierten gegen den Militäreinsatz der Türkei in Syrien

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover demonstrierten am Samstag mindestens zehntauend Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Syrien. Das Motto der Demsontartion lautete „Newroz – der Widerstand heißt Afrin“. Die Polizei teilte mit, dass der Ablauf der Demonstration weitgehend friedlich war. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um so mögliche Konflikte zwischen kurdischen Demonstranten und türkischen Nationalisten zu vermeiden. Die Beamten haben mehrere Busse und Autos kontrolliert und verbotene Gegenstände im Vorfeld beschlagnahmt. Es wurden auch mehrmals die Demonstrationszüge gestoppt, weil trotz mehrfacher Aufforderung Fahnen mit verbotenen Symbolen nicht herunter genommen wurden.

Am 20. Januar hat die Türkei ihrem Militäreinsatz in Syrien gestartet (wir berichteten). Die türkische Regierung sieht in der YPG-Miliz einen terroristischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Gegenwärtig befinden sich mindestens 150.000 Menschen auf der Flucht aus der umlagerten und stark umkämpften Stadt Afrin.

Mitte März war bekannt geworden, dass Deutschland trotz des türkischen Einmarsches in Syrien weiterhin mit Waffen aus Deutschland beliefert wird. Deutschland hat der Türkei erst kürzlich Kriegswaffenlieferungen in Millionenhöhe genehmigt.

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