Nach Attentat auf Ex-Spion Skripal: Großbritannien stellt Russland Ultimatum

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Die Premierministerin May beschuldigt Russland für den Anschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej (66) Skripal und seine Tochter (33) verantwortlich zu sein. „Höchstwahrscheinlich ist Russland für den Anschlag in Großbritannien verantwortlich“, sagte sie am Montag. Beide wurden in einem Restaurant im englischen Salisbury mit dem Nervengift Novichok vergiftet. Dieser Kampfstoff wurde zwischen 1970 und 1990 in der ehemaligen Sowjetunion produziert. Der Zustand der Vergifteten ist auch über eine Woche nach dem Anschlag sehr kritisch. Die Ärzte bangen um das Leben der Opfer. Ein Polizist, der den Vergifteten zu Hilfe geeilt war, befindet sich inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung – er erlitt schwere Verletzungen. Insgesamt wurden 21 Menschen im Krankenhaus behandelt. In dem betroffenen Restaurant wurden Spuren von dem Nervengift Novichok nachgewiesen (wir berichteten).

Der russische Botschafter wurde am Montag von der britischen Regierung einbestellt. Ihm wurde ein Ultimatum bis Dienstagabend übermittelt. Bis dahin muss Russland das Novichok-Programm offenlegen. Wenn Russland sich weigert, wird die britische Regierung schlussfolgern, dass es sich um einen russischen Gewaltakt handelt. Es gibt nach Ansicht der britischen Regierung nur zwei Versionen – entweder ist Russland direkt für den Anschlag verantwortlich oder es wurde zugelassen, dass das Gift in fremde Hände gelangte. Russland streitet ab etwas mit dem Nervengift-Anschlag auf britischem Boden zu tun zu haben.

Die Konsequenzen reichen weit. Auch über einen britischen Verzicht an der Teilnahme der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft in Russland ist die Rede.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*