Türkei: Zwei Cumhuriyet-Journalisten wurden freigelassen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

In der Türkei wurden zwei Journalisten der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ nach 400 Tagen überraschend aus der Untersuchungshaft entlassen. Die beiden Journalisten konnten nach einem Gerichtsbeschluss das Gefängnis in Istanbul verlassen, teilte die Zeitung mit. Sie dürfen jedoch die Türkei nicht verlassen. Gegen insgesamt 16 Journalisten der Zeitung „Cumhuriyet“ laufen derzeit Ermittlungsverfahren, wegen des Verdachts der Unterstützung verschiedener Terrororganisationen. Die Verfahren sollen am 16. März fortgesetzt werden.

Nach Angaben der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ drohen den Angeklagten bis zu 43 Jahre Haft. Die Organisation zeigte sich erleichtert über die Freilassung, forderte ebenfalls die Freilassung des Herausgebers der Zeitung und dass die Vorwürfe gegen die Angeklagten fallengelassen werden.

Der Herausgeber von „Cumhuriyet“, Aken Atalay, muss unterdessen in Haft bleiben. Der türkische Justizminister sagte, dass die Justiz unabhängig sei und die Gerichtsentscheidungen zu akzeptieren sind.
Der ehemalige Chefredakteur der Zeitung, Can Dündar, lebt seit Mai 2016 in Deutschland im Exil. Er wurde im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats in der Türkei zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

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