Türkei rüstet sich für Häuserkampfe in Syrien: Türkische Offensive verstößt gegen das Völkerrecht

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Türkei rüstet sich für einen Häuserkampf in Nordsyrien. Immer mehr Zivilisten kommen bei den türkischen Angriffen ums Leben. Die türkische Operation „Olivenzweig“ in Afrin verstößt möglicherweise gegen das Völkerrecht. Das teilte der wissenschaftliche Dienst des Bundestags am Donnerstag mit. Ob die Türkei tatsächlich, wie sie immer sagt, nur von ihrem Selbstverteidigungsrecht Gebrauch macht, ist aufgrund der aktuellen Entwicklungen fragwürdig und konnte bisher nicht bewiesen werden. Daher muss davon ausgegangen werden, dass die Offensive gegen das Völkerrecht verstößt. Die NATO-Bündnispartner sind aufgefordert die Türkei zum Umlenken zu bewegen. Die Türkei beruft sich im Kampf gegen die Kurdenmiliz YPG immer wieder auf ihr Selbstverteidigungsrecht.

Unterdessen rüstet sich die Türkei für Häuserkämpfe in den dicht besiedelten Gebieten in Nordsyrien. Türkische Spezialeinheiten wurden bereits in die Regionen entsandt. Die Angriffe der türkischen Soldaten treffen immer mehr Zivilisten. Von insgesamt 227 Toten an einem Tag war zuletzt die Rede.

Die Kämpfe im Norden von Syrien stärken die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS). Der Kampf gegen die Terroristen wurde von den Rebellen zur Zeit unterbrochen. Die Rebellen sind stattdessen auf dem Weg in den Norden von Syrien, um den Einwohnern im Kampf gegen die türkischen Truppen zu unterstützen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*