Volksabstimmung: Schweizer stimmen ab und wollen die Rundfunkgebühr behalten

Symbolfoto: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt | pixelio.de

Die Schweizer haben am Sonntag klar für den Fortbestand der Rundfunkgebühren abgestimmt. Bei der Volksbefragung stimmte eine deutliche Mehrheit von 71,6 Prozent der Wahlberechtigten gegen eine Abschaffung der Rundfunkgebühr. Bei den meisten Parteien herrschte nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses Erleichterung. Die öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehgesellschaft in der Schweiz (SRG) bewertete das Ergebnis als Erfolg und einen neuen Anfang. Die SRG finanziert sich zu 75 Prozent aus Rundfunkgebühren und betreibt in der Schweiz 17 Radio und sieben Fernsehsender, in einem Land mit etwa 8,4 Millionen Einwohnern.

Jubel gab es bei den Menschen, die vor der Abstimmung leidenschaftlich für den Fortbestand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gekämpft haben. Bei der sogenannten „No-Billag-Initiative“ war man über das Ergebnis enttäuscht. In der Schweiz bezahlen Haushalte zur Zeit 451 Schweizer Franken an Rundfunkgebühren (umgerechnet etwa 390 Euro). Ein Grund für die höheren Gebühren in der Schweiz, im Vergleich zu Deutschland, ist die Mehrsprachigkeit der Radio- und Fernsehprogramme.

Die SRG will nun weniger Werbung senden, um die Konfrontation zwischen werbung- und gebührenfinanzierten Radio- und Fernsehsendern zu vermeiden.

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