Krim: Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina wurde verhaftet

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Mitglieder der Band Pussy-Riot waren seit Montag verschwunden. Sie wurden am Montag beim Versuch einer Protestaktion auf der von Russland aneiferten ukrainischen Halbinsel Krim verhaftet. Am Dienstag sind zwei Gruppenmitglieder wieder aufgetaucht. Nach dem die Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina auf der Krim ein Plakat mit der Aufschrift „Freiheit für Senzow“ zeigte, wurde sie kurz darauf in einem nagehelgenen Café von nationalistischen Kosaken angegriffen und später von der Polizei verhaftet. Sie erinnerte mit dem Plakat an den Filmemacher Oleg Senzow der in Russland 2015 wegen angeblichen Terrorismus zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde.

Am Dienstag sind die Push-Riot-Mitglieder Olga Borissowa und Alexander Sofejew, von denen seit Montag jede Spur fehlte, wieder aufgetaucht. Sie wurden mehrfach vom russischen Inlandsgeheimdienst verhört und sind festgehalten worden. Der Geheimdienst zerstört ihre Computer und Handys. Die beiden Gruppenmitglieder sind inzwischen in Sicherheit.

Zu weltweiter Aufmerksamkeit gelangte die Künstlergruppe Pussy-Riot durch eine Aktion in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie betraten dabei den Ambo der Kathedrale, dessen Betreten ohne eine ausdrückliche priesterliche Einladung für Privatpersonen nicht gestattet ist, und vollführten vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Allianz von Kirche und Staat.
Daraufhin wurden drei Mitglieder von Pussy-Riot, darunter auch Maria Aljochina, verhaftet und zwei von ihnen wurden zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Am 23. Dezember 2013 wurden beide Musikerinnen dann rund drei Monate vor dem regulären Ablauf ihrer Haftstrafe freigelassen.

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