Ermittlungen in Bundeswehr-Kaserne: Ausbilder ließ Soldaten bis zur Ohnmacht marschieren

Symbolfoto: © Gabi Eder | pixelio.de

Es wurden erneut Ermittlungen gegen Verantwortliche der Kaserne im baden-württembgerischen Pfullendorf eingeleitet. Die Kaserne war wegen sexuellen Übergriffen und Misshandlungen schon einmal in die Schlagzeilen geraten (wir berichteten). Ein Ausbilder hat Unteroffiziersanwärter so lange marschieren lassen, bis mehrere von ihnen bewusstlos zusammenbrachen. Einer der Soldaten wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach mehreren Beschwerden wurden Mitte Januar Disziplinarermittlungen eingeleitet. Die Vorwürfe haben sich inzwischen bestätigt. Ein verantwortlicher Ausbildungsfeldwebel wurde zwischenzeitlich versetzt. Die Ermittlungen sind aber noch nicht beendet. Ein Truppendienstgericht wird noch über weitere Maßnahmen gegen den Ausbilder entscheiden.

Im Sommer 2017 waren bereits in der Bundeswehr-Kaserne im niedersächsischen Munster mehrere Soldaten bei einem Übungslauf zusammengebrochen. Weil der Ausbilder den Marsch trotzdem weiter fortsetzte, erlitten zwei Soldaten einen Hitzschlag. Ein Offizieranwärter starb kurz darauf an einem multiplem Organversagen.

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