Irak: 17-jährige IS-Anhängerin aus Sachsen wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Die 17-jährige IS-Sympathisantin Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz wurde von einem Gericht in Bagdad zu sechs Jahren Haft im Irak verurteilt. Sie reiste in den Irak um dort einen IS-Kämpfer zu heiraten und sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) anzuschließen. Die 17-Jährige wurde in den Trümmern von Mossul, von irakischen Sicherheitskräften, aus einem Kellerversteck heraus abgeführt.

Linda W. erlitt eine Schusswunde im Bein und ist psychisch aktuell in einem sehr schlechten Zustand. In Interviews mit NDR und WDR sagte sie, dass sie es bereut dem IS beigetreten zu sein und dass sie schnellstmöglich nach Deutschland zurückkehren möchte. Linda W. wurde wegen der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu fünf Jahren Haft und aufgrund der illegalen Einreise in den Irak zu einem Jahr Haft verurteilt. Kurz nach ihrer Festnahme war noch unklar, ob die 17-Jährige möglicherweise zum Tode verurteilt wird.

Die Deutsch-Marokkanerin Lamia K. aus Mannheim wurde gleichzeitig mit Linda W. verhaftet und Ende Januar zum Tode verurteilt. Lamia K. und ihre Tochter wurden in einem Kellerversteck aufgefunden, sodass davon ausgegangen wurde, dass sie eine höhere Stellung bei den Terroristen eingenommen hatte. Das Kind, der Tochter von Lamia K., soll unbestätigten Berichten zufolge gestorben sein.

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