Syrien-Krieg: Türkisches Militär will seinen Einsatz in Syrien ausweiten – humanitäre Katastrophe droht

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Der türkische Präsident Erdogan sagte, dass die Türkei ihre Militäroffensive in Syrien weiter ausweiten will. Damit riskiert das Land eine humanitäre Katastrophe. Die Türkei ist in Syrien bisher noch nicht weit über die Grenze hinaus gekommen. Bisher sind, seit Beginn der Operation „Olivenzweig“ am 20. Januar, 31 türkische Soldaten in dem Krieg ums Leben gekommen. Außerdem sind zahlreiche zivile Opfer zu beklagen. Die Türkei hat offenbar nicht damit gerechnet, dass die kurdische YPG-Miliz einen derart starken Widerstand leisten könnte. Der türkische Präsident Erdogan teilte dennoch mit, dass die YPG-Miliz nicht nur aus Afrin, sondern aus ganz Syrien vertrieben werden soll.

Am Dienstag hat Präsident Erdogan den US-Truppen in Nordsyrien für die Unterstützung der YPG-Milizen mit einer „osmanischen Ohrfeige“ gedroht. Er warnte die USA davor einem möglichen Angriff auf die Stadt Afrin im Wege zu stehen. Der US-Genral Paul Funk hatte mit einer Reaktion gedroht, wenn die türkischen Truppen die Stadt Afrin angreifen. Erdogan kritisiert, dass die USA im Kampf gegen den IS mit den YPG-Rebllen zusammenarbeiten. Die Türkei betrachtet die YPG-Miliz als einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die als Terrororganisation eingestuft wird. Die YPG ist ein Verbündeter der US-geführten Koalition gegen die Terroristen des IS. Die USA haben die YPG-Miliz mit Waffen ausgerüstet.

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