Martin Schulz erklärt sofortigen Rücktritt als SPD-Chef – Nahles als Nachfolgerin vorgeschlagen

Symbolfoto: © Siegfried Baier | pixelio.de

SPD-Chef Martin Schulz teilte am Montagabend mit, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurücktritt. Das teilte er mit, nachdem er sich mehrere Stunden lang mit dem Vorstand der Partei beraten hatte. Ein Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden soll über seine Nachfolge entscheiden. Martin Schulz empfiehlt Andrea Nahles als neue SPD-Vorsitzende. Sie sei eine „starke und gute Kandidatin“, sagte er. Schulz sagte, dass er das Amt gerne ausgeführt hat, es aber eine personelle Erneuerung benötigt.

Der SPD-Chef hatte die Änderung an der Parteispitze angekündigt, nachdem sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben. Eine solche Einigung hatte Schulz unmittelbar nach der Bundestagswahl ausgeschlossen. Er selbst hatte den Parteivorsitz vor einem Jahr von Sigmar Gabriel übernommen.

Zunächst wollte Martin Schulz das Amt des Außenministers in einer möglichen schwarz-rot Bundesregierung übernehmen. Nach scharfer Kritik aus den eigenen Reihen hatte er schließlich auf das Amt verzichtet (wir berichteten).

Die SPD wollte ursprünglich schon bei der Sitzung am Dienstag Andrea Nahles zur neuen SPD-Chefin wählen. Das hatte jedoch zu Kritik bei den Parteimitgliedern gesorgt. Aus Sicht vieler Mitglieder ist der Plan vorschnell und nicht zu Ende durchdacht.

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